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Renatus Mészár wurde 1966 in Laubach in Hessen geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er am Klavier und als Mitglied des Knabenchors seiner Heimatstadt. Nach dem Abitur studierte er zunächst Kirchenmusik an der Hamburger Hochschule, bevor er sich ganz dem Gesang zuwandte. Seine Lehrer an den Hochschulen in Hamburg und München waren Annie Schoonus, Brigitte Faßbaender, sowie Irmgard Hartmann-Dressler. Sein Operndebut gab er noch während des Studiums bei der Münchner Biennale 1990.
Von 1992 bis 1995 war er Mitglied des Rundfunkchores des Norddeutschen Rundfunks, bevor er 1995 als "junger Bass" ans Staatstheater Braunschweig engagiert wurde. Dort sang er neben kleineren Partien auch schon den Sarastro in der "Zauberflöte", Don Alfonso in "Cosi fan tutte", sowie den Don Basilio im "Barbier von Sevilla". Als Gast sang er an diesem Theater in den folgenden Jahren immer wieder, u.a. den Leontes in der deutschen Erstaufführung von Philippe Boesman´s "Wintermärchen" nach Shakespeare, sowie den Figaro in "Figaros Hochzeit" und den Fra Melitone in der "Macht des Schicksals".
Von 1998 bis 2001 war er an den Städtischen Bühnen Münster mit Escamillo, allen Alberich-Partien im "Ring", Leporello und Kaspar engagiert. Danach als freischaffender Sänger an den Theatern in Braunschweig, Bern, Oldenburg, Festspiele Eutin, Osnabrück und Bremen. mit Partien wie Zaccaria, Doktor (Wozzeck) und Komtur (Don Giovanni).Weitere Gastspiele führten ihn u.a. an die Hamburgische Staatsoper und das Opernhaus Nürnberg. Nach einem Jahr im Ensemble in Würzburg wechselte er ans Staatstheater Schwerin, wo er u.a. die Rolle des Colline in "La Bohème" und den Sarasto in der "Zauberflöte", sowie den Sparafucile in "Rigoletto" übernahm. Es folgte sein Debut als Wotan in Wagners Rheingold am Theater in Hof und Figaro in "Figaros Hochzeit" am Staatstheater Oldenburg. Im Sommer 2006 gestaltete er eine Uraufführung bei der Münchener Biennale.
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Mit der Spielzeit 06/07 wechselte Renatus Mészár ans Nationaltheater Weimar, wo er u.a. im Ring des Nibelungen als Fasolt (Rheingold) und als Wotan (Walküre), sowie als Wanderer im Siegfried zu hören ist. Weitere wichtige Partien an diesem Haus: Grossinquisitor (Don Carlo), Boris (Lady Macbeth) und wieder Sarastro. Daneben gastierte er als Wotan auch am Opernhaus Halle (Rheingold). Im April 08 debütierte Herr Mészár an der Komischen Oper in Berlin in der Rolle des Colline in La Bohème, wo er seit der letzten Spielzeit auch als Tschelio in der Liebe zu den drei Orangen von Prokofieff zu hören ist. Sehr erfolgreich war auch die Mitwirkung in der 14. Symphonie von Dmitri Shostakovich im Konzerthaus Klagenfurt im Juni. Im Juli vergangenen Jahres konnte er einen besonderen Erfolg feiern mit seinem Debut als Hagen in der Götterdämmerung in Weimar. Dem schloss sich sein Debut als Scarpia in der Oper Tosca bei den Opernfestspielen in Merzig/Saarbrücken an, das ebenfalls von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde. Seit Januar 09 singt er den Bischof Don Toribio in Love and Other Demons von Peter Eötvös in der gefeierten Chemnitzer Produktion. Aktuell begeistert er in Weimar auch als Leporello in Mozarts Don Giovanni. Im August 09 wirkte er im Rahmen der Ruhrtriennale an der Produktion Moses und Aaron, die nach dem gewaltigem Premierenerfolg auch auf arte ausgestrahlt wurde, in der Rolle des Priesters mit. Soeben hat er - wieder in Klagenfurt - seine Debutpremiere als Boris Godunow in der gleichnamigen Oper von Modest Mussorgskij mit grossem Erfolg absolviert. Seit Frühjahr 2010 ist er in Weimar als Orest in "Elektra" von Richard Strauss zu hören sein.
Mit der nächsten Spielzeit 2010 / 2011 wechselt Herr Mészár ins Ensemble der Oper Bonn u.a. mit König Marke in "Tristan und Isolde", bleibt aber dem DNT Weimar als Gast verbunden, so als Ruprecht in "der feurige Engel" von Prokofieff ab Dezember 2010, weiter als Orest und bei der Wiederaufnahme des "Ringes" im Sommer 2011 als Fasolt, Wotan, Wanderer und Hagen.
Weitere Projekte sind u.a. die Titelpartie im "fliegenden Holländer" von Wagner in diesem Sommer bei den Tiroler Festspielen in Erl, Escamillio ebenfalls im Sommer 2010 in Merzig und wieder der Hagen mit der Reisopera Enschede im Sommer 2012.
Neben seiner Tätigkeit als Opernsänger hat Renatus Mészár ein breitgefächertes Repertoire im Konzertbereich aufbauen können, das sich von Monteverdi bis zur aktuellen zeitgenössischen Musik erstreckt, einschließlich unterschiedlichster Liederabendprogramme. Zahlreiche Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen, CD und DVD dokumentieren diese Vielseitigkeit.
Der Preisträger mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe arbeitete bereits mit so renommierten Orchestern wie u.a. den Symphonieorchestern des Norddeutschen und des Westdeutschen Rundfunks, dem Kölner und der Münchner Rundfunkorchester dem Hamburger Philharmonischen Orchester und dem Orquestra Nacional in Madrid unter Dirigenten wie Frans Brüggen, Neville Marriner, Jun Märkl, Helmuth Rilling und Semyon Bychkov.
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